Interkulturelle Missverständnisse entstehen selten durch „Kultur“.
Sie entstehen durch Macht, Hierarchie und ungleiche Positionierung.
Diese Arbeit richtet sich an Organisationen, Führungskräfte und internationale Teams, die interkulturelle Zusammenarbeit nicht auf Verhaltensregeln oder nationale Stereotype reduzieren wollen sondern als komplexe Praxis in globalen Machtverhältnissen verstehen.
Konzeptioneller Rahmen
Die interkulturellen Trainings basieren auf dem 8-Dimensionen-Modell von Erin Meyer (The Culture Map).
Das Modell bietet eine strukturierte Analyse von Unterschieden u. a. in:
- Kommunikation
- Feedback und Kritik
- Führung und Hierarchie
- Entscheidungsfindung
- Vertrauen
- Umgang mit Konflikten
- Zeitverständnis
In dieser Arbeit wird das Modell jedoch nicht isoliert, sondern machtkritisch eingeordnet und erweitert.
Worum es hier wirklich geht
Kulturelle Unterschiede erklären nicht automatisch:
- warum bestimmte Stimmen systematisch überhört werden
- warum Entscheidungen asymmetrisch getroffen werden
- warum Anpassung einseitig erwartet wird
- warum „Missverständnisse“ immer dieselben treffen
Deshalb verbindet diese Arbeit:
- Erin Meyers Analyseinstrumente
- mit einer machtbewussten, postkolonialen Perspektive
- und mit realen organisationalen Kontexten
Interkulturelle Kompetenz bedeutet hier nicht Anpassung sondern Orientierungsfähigkeit in ungleichen Systemen.
Thematische Schwerpunkte
- Machtbewusste Anwendung des 8-Dimensionen-Modells
- Interkulturelle Zusammenarbeit in globalen Teams
- Postkoloniale Kontinuitäten in internationalen Arbeitskontexten
- Misskommunikation durch Hierarchie, Abhängigkeit und Unsicherheit
- Nord–Süd-Asymmetrien in Führung und Entscheidungsprozessen
- Implizite Erwartungen an Loyalität, Dankbarkeit oder Anpassung
- Diaspora-Perspektiven und transnationale Biografien
Internationale Führung & globale Mobilität
Internationale Führung erfordert mehr als kulturelles Wissen.
Die Arbeit unterstützt Führungskräfte dabei:
- Unterschiede entlang der 8 Dimensionen kontextsensibel zu lesen
- eigene Positionierung im globalen Gefüge zu reflektieren
- Machtwirkungen in Kommunikation und Bewertung zu erkennen
- Entscheidungsprozesse transparenter und verantwortlicher zu gestalten
Globale Mobilität wird dabei nicht nur als Karriereweg, sondern als sozialer, politischer und emotionaler Prozess verstanden.
Arbeitsweise
Die Arbeit ist analytisch, dialogisch und praxisnah.
Je nach Zielgruppe und Setting umfasst sie:
- strukturierte Inputs entlang des 8-Dimensionen-Modells
- Fallarbeit aus dem realen Arbeitsalltag
- Reflexionsräume für Einzelpersonen und Teams
- machtsensible Führungs- und Entscheidungsperspektiven
Es geht nicht um „Do’s and Don’ts“, sondern um verantwortungsbewusste Handlungsspielräume in komplexen Kontexten.
Für wen diese Arbeit geeignet ist
- Internationale Organisationen und Unternehmen
- Führungskräfte in globalen Teams
- NGOs und zivilgesellschaftliche Akteure
- Bildungs- und Forschungsinstitutionen
- Organisationen mit internationaler Personalstruktur
Die Formate werden kontextspezifisch entwickelt und nicht standardisiert.
Was diese Arbeit nicht ist
- kein Benimmtraining
- keine Kultur-Checklisten
- keine Stereotypisierung nationaler „Mentalitäten“
- keine Anpassungspädagogik
Interkulturelle Kompetenz ohne Machtanalyse bleibt oberflächlich.
Ziel der Arbeit
Ziel ist die Entwicklung von:
- professioneller Orientierung in globalen Ungleichheiten
- machtbewusster Kommunikation
- reflektierter internationaler Führung
- tragfähiger Zusammenarbeit jenseits kultureller Zuschreibungen
CTA
Arbeitsanliegen klären
Wenn Sie ein konkretes internationales oder interkulturelles Anliegen haben, können Sie über den Kalender ein Erstgespräch buchen.
